Ideation: Warum Erfolg mit einer guten Idee beginnt
Beitrag von Jan König - Manager (26.01.2026)
Die meisten Ideen werden im Krankenhaus aus der Not heraus entwickelt. Und die Not ist groß, das sehen wir auch. Doch leider ist zu oft die Not der Treiber für eine Weiterentwicklung, Neuausrichtung oder Innovation. Aktuell haben wir viele Defizite im Gesundheitssystem zu bewältigen. Aber wir haben eben auch Chancen, die wir proaktiv nutzen können – aus einer Position der Stärke heraus.
Stichwort: Transformationsfonds – hier braucht es mehr als spontane Einfälle. Krankenhäuser müssen gezielter als je zuvor überlegen, welche Vorhaben die Transformation tatsächlich vorantreiben. Dabei beginnt alles mit einer einfachen, aber entscheidenden Frage: Wie kommen wir überhaupt zu guten Ideen? Dieser Beitrag zeigt, warum strukturierte Ideation der Schlüssel zu tragfähigen Programmen ist – und wie ZEQ Krankenhäuser bei der systematischen Entwicklung ihrer Projektideen unterstützt.
Warum neue Wege in der Ideenentwicklung nötig sind
Uns begegnet häufiger die Einschätzung, der Hauptteil des Transformationsfonds wird „in Beton fließen“. Das ist ein altbekanntes Lied, doch auch ein eindimensionaler Lösungsansatz für ein multidimensionales Problem im Gesundheitswesen. Zumindest wurde in der Vergangenheit durch einen Neubau nicht schlagartig alles besser.
Und die restlichen 20%? Da werden viele Versuche dabei sein, die erfolgreichen (oder gut vermarkteten) Projekte einiger weniger Vorbilder nachzubilden. Doch wo entsteht die nächste wirklich innovative und gleichzeitig auch erfolgreiche Idee?
These 1: Die alleinige Orientierung an „anderen“ reicht nicht mehr
Viele Kliniken setzen auf Projekte, die anderswo bereits funktioniert haben. Nachvollziehbar – aber riskant. Denn was für die eine Einrichtung passt, ist nicht automatisch auf andere übertragbar. Jede Klinik hat ihre individuellen Ausgangsbedingungen, Zielbilder und Stärken. Zudem – wer ist eigentlich die Referenz für mein Krankenhaus? Oftmals „die anderen“, aber nicht immer „die besten“. Muss ich die besten Ideen in meiner Region, in Deutschland, weltweit oder gar in anderen Branchen suchen? Und sind die Ideen wirklich „die besten“ oder wurden diese schlicht gut vermarktet?
These 2: Einseitige Ideentreiber bremsen Innovation
Häufig entstehen Ideen in einzelnen Köpfen – meist von engagierten Führungskräften mit der notwendigen Reichweite. Doch so sehr sich eine einzelne Person auch um eine weite Perspektive bemühen mag, bleiben viele Projekte zu einseitig. Was fehlt, ist der 360°-Blick: ein umfassendes Verständnis für die Kundeninteressen, für Relevanz und Anschlussfähigkeit. Wann wurde bei Ihnen zuletzt eine Idee einer Führungskraft in die Organisation gegeben, um Perspektiven zu ergänzen? Erfolgt das wirklich strukturiert, oder hängt das von der individuellen Laune ab?
These 3: Wir schaffen zu wenig Raum für die Ideengenerierung
In vielen Krankenhäusern wird Ideengenerierung noch immer als beiläufiger Nebenprozess betrachtet – etwas, das „mitlaufen“ soll, während der Klinikalltag tobt. Doch genau hier liegt ein zentrales Problem: Innovative Ideen entstehen nicht zwischen Tür und Angel, sondern erfordern gezielte Aufmerksamkeit, Zeit und methodische Freiräume. Wenn Ideation lediglich im Rahmen ohnehin überladener Meetings oder als spontane Eingebung einzelner Personen stattfindet, bleibt ihr Potenzial weitgehend ungenutzt. Strukturiertes Denken benötigt strukturierten Raum – sowohl im Kalender als auch im Kopf. Nur wer bewusst Zeit für kreative Auseinandersetzung mit Zukunftsthemen schafft, legt den Grundstein für trag- und anschlussfähige Erfolge.
Mein Credo: Mehr strukturierte Ideation, weniger Zufallsprinzip
Gute Ideen sind kein Zufallsprodukt: Erfolgreiche Projekte entstehen selten aus dem Bauch heraus. Sie basieren auf einem strukturierten Denkprozess, der sich mit den realen Herausforderungen, Potenzialen und Zielsetzungen einer Klinik auseinandersetzt. Dabei ist Ideation weit mehr als Brainstorming: Es ist ein methodisch fundierter Prozess, der Kreativität mit Systematik verbindet.
- Effektorientierung und Zielabgrenzung: Zu welcher Frage wird eine Antwort gesucht? Was soll mit den Ideen erreicht werden? Wann stellt sich wirklich ein positiver Effekt ein?
- Vielfalt der Perspektiven: Beteiligung unterschiedlichster Berufsgruppen, Nutzung kreativer Beteiligungsmöglichkeiten, Einbezug von z.B. Herstellern, branchenfremden Experten, Vertretern aus anderen Einrichtungen
- Methodik: Design Thinking oder andere Kreativtechniken und klare Bewertungskriterien; Freiraum für die Ideenentwicklung ohne das Ziel und die Bodennähe aus dem Auge zu verlieren
- Freiräume: Zeit und Raum für Innovation außerhalb des Alltagsgeschäfts – je weiter weg vom Alltag, desto leichter lässt sich auch eine andere Perspektive einnehmen
Weil ein gutes Projekt bei der Idee beginnt…
…trifft Struktur auf Kreativität: Wir leiten Sie bei ZEQ durch einen geordneten, aber kreativen Ideation-Prozess. Ob in Form von Innovationsworkshops oder Design-Thinking-Sessions: Ziel ist es, Ideen nicht nur zu sammeln, sondern sie gemeinsam mit den Beteiligten weiterzudenken und umsetzbar zu machen.
… kombinieren wir die gute Idee mit dem richtigen Umsetzungspaket: Die Mittel aus dem Transformationsfonds sind ein Meilenstein für die Kliniklandschaft. Wer hier innovativ agiert, kann sich für die Zukunft stark positionieren. Genau hier setzt ZEQ an: mit Unterstützung bei der Themenfindung, Strukturierung und förderlogischen Ausgestaltung.
… begleiten wir Sie strukturiert durch das gesamte Projekt: Eine erfolgreiche Idee muss aus dem Ideenstatus in die Realität gebracht werden. Das bedeutet, die Konsequenzen und Abhängigkeiten strukturiert zu durchdenken und bis zum Ende durchzusteuern. Hierfür sind wir bei ZEQ Ihr vertrauensvoller Partner.
Ich bin überzeugt davon, dass wir mehr Innovation erreichen können – gerade jetzt! Nur müssen wir dafür ganz vorne anfangen, bei der richtigen Idee.
